Chancen der Digitalisierung – zwei Ideen, damit alle davon profitieren

Dein Job fällt weg, weil ihn jetzt ein Roboter macht? Oder deine Arbeit lässt sich so effizient erledigen, dass du nur noch einen Tag die Woche arbeiten musst?

Das ist doch fantastisch. Sofern du noch genug Geld zum Leben hast. Und sofern du eine Freizeit-Beschäftigung findest, die dir Spaß bereitet und ein soziales Umfeld schafft.

Was benötigen wir dafür?

Genug Geld zum Leben

Zusammenschlüsse von Bürgern, um die Produktionsmittel selbst in die Hand zu nehmen.

Zum Beispiel durch Platform-Coops. Das sind Zusammenschlüsse von Menschen, welche gemeinsam eine Platform betreiben, welche ähnliche Funktionen bereitstellt wie es zum Beispiel Foodora, Uber, Blablacar oder Facebook tun. Im Unterschied zu den genannten Beispielen werden aber keine unfairen Löhne gezahlt. Und die Renditen landen bei allen Teilnehmern: den Betreibern der Plattform und den Mitarbeitern. Es gibt bereits in Großbritannien einen Accelerator, der Menschen bei diesen Vorhaben unterstützt. Und es gibt schon verschiedene Platform-Coops, z. B. Tricargo oder Molenbike.

Soziales Umfeld und Freizeitbeschäftigung

Für viele von uns ist die Arbeit auch ein soziales Umfeld und eine erfüllende Beschäftigung, zumindest aber ein Zeitvertreib, für manche leider auch notgedrungen. Wir sollten keine Angst davor haben, plötzlich zu viel Freizeit zu haben.

Unsere Gesellschaft hat im Zuge der Technisierung schon mal einen radikalen Wandel durchgemacht: als wir noch überwiegend körperlich intensive Jobs hatten, waren wir physisch sehr ausgeglichen. Jeder hat quasi bei der Arbeit Sport gemacht, teilweise auch Extremsport. Durch die Technisierung ist dieser Teil aus der Arbeit verschwunden und dafür in das Freizeitprogramm gelangt.

Also brauchen wir keine Angst davor haben, plötzlich zu viel Freizeit zu haben. Nahezu alle Tätigkeiten lassen sich auch in Hobbies nachgehen. Wenn das bei der Technisierung geklappt hat, dann auch bei der Digitalisierung.